Autor: Original vom HAMAG Team
Probengläser sind Laborbehälter zur Aufbewahrung und Aufnahme von Proben, die auf eine Analyse warten. Sie erleichtern die genaue Einführung in Analysegeräte wie Hochleistungsflüssigkeitschromatographen (HPLC) und Gaschromatographen (GC). Diese Gläser werden in Bereichen wie Pharmazie, Umweltwissenschaften, Energie, Forensik und Biopharmazeutika weit verbreitet eingesetzt und sind mit verschiedenen Instrumentenplattformen für die Lagerung und Analyse einer Vielzahl von flüssigen Proben kompatibel.
Materialien und Klassifizierung:
Borosilikatglas:
Eigenschaften: Zeigt ausgezeichnete chemische Stabilität, Beständigkeit gegen Säure- und Alkalikorrosion sowie einen geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten, was es für die meisten analytischen Anwendungen geeignet macht.
Typen:
Klares Borosilikatglas: Ermöglicht eine einfache visuelle Inspektion des Probenzustands; geeignet für die Routineanalyse.
Bernsteinfarbenes Borosilikatglas: Entwickelt, um Licht zu blockieren und somit lichtempfindliche Proben (wie bestimmte Pharmazeutika oder Vitamine) zu schützen.
Andere Materialien:
Polypropylen (PP): Leicht und bruchsicher, besitzt jedoch eine geringere chemische Stabilität; geeignet für die Verwendung mit unpolaren Lösungsmitteln oder für die kurzfristige Lagerung.
Polytetrafluorethylen (PTFE): Hochgradig beständig gegen chemische Korrosion, aber mit höheren Kosten verbunden; typischerweise für den Einsatz in spezialisierten chemischen Umgebungen reserviert.
Glasprobenfläschchen werden typischerweise nach ihrem Fassungsvermögen (ml) und ihrem Halsansatz unterschieden:
Fassungsvermögen:
Gängige Größen: 1,5 ml, 2 ml, 4 ml, 10 ml usw., wobei die Größen 1,5 ml und 2 ml am häufigsten verwendet werden.
Spezielle Anforderungen: Fläschchen mit größerem Fassungsvermögen (z. B. 10 ml) eignen sich für Proben mit geringer Konzentration oder zur Reduzierung der Häufigkeit von Probeninjektionen.
Halsansatz:
Schraubverschluss: Bietet eine ausgezeichnete Dichtigkeit und einfache Handhabung; ideal für den Einsatz mit automatisierten Autosamplern.
Bördelverschluss: Erfordert die Verwendung einer Aluminiumkappe zur Gewährleistung einer überlegenen Abdichtung, obwohl der Verschließvorgang vergleichsweise komplexer ist.
Schnappverschluss: Eine Zwischenoption zwischen Schraub- und Bördelverschluss, die eine gute Dichtleistung bei relativ einfacher Handhabung bietet.
Design des Fläschchenbodens:
Flachbodenfläschchen: Geeignet für allgemeine analytische Anwendungen.
Rundbodenfläschchen: Minimieren Probenrückstände und maximieren die Probenrückgewinnungsraten; ideal für die Spurenanalyse.